Das Programm

Was dich auf dem Camp erwartet

Hier möchten wir einen Überblick geben über das, was die Teilnehmer auf dem Schwulen Sommercamp erwartet. Dazu zeigen wir auf dieser Seite einen typischen Camp-Ablauf und stellen außerdem die verschiedenen Angebote vor.

Genauere Informationen zum konkreten Angebot werden im Vorfeld des Camps an die angemeldeten Teilnehmer verschickt. Näheres zum Programm steht auch in der Campzeitung, die auf dem Camp täglich kostenlos verteilt wird.

Workshops

Kreativ sein, eigene Talente entdecken, etwas erschaffen – die Workshops auf dem Schwulen Sommercamp bieten jede Menge Möglichkeiten dazu.

Hier stellen wir die Workshops im Einzelnen vor:

Foto

Den Blick fürs Detail kannst du im Foto-Workshop lernen. Zusammen mit Stefan entwickeln die Teilnehmer eine Idee für eine Serie, die dann professionell umgesetzt wird. Dabei kannst du sowohl vor als auch hinter der Kamera bis ins Detail erfahren, was es in der Fotografie alles beachten gibt, um unverwechselbare Ergebnisse zu erhalten.

Video

Im Video-Workshop dreht sich alles um das bewegte Bild, von der Story über den Dreh bis zum Schnitt kannst du dich hier in jeder Phase einbringen. Die Videos sind mal dokumentarisch, mal witzig und manchmal auch nachdenklich.

Kreativ

Das Kreativzelt bietet Möglichkeiten, mit verschiedenen Materialien Dinge zu erschaffen. Teilnehmer können handwerklich tätig werden und z.B. Taschen nähen, Shirts batiken oder Marmelade selber machen. Das Angebot ändert sich jedes Jahr, so dass sich immer etwas interessantes findet.

Tuntenworkshop

Wer gerne ausprobieren möchte, wie es sich anfühlt als Drag Queen, kommt hier auf seine Kosten. Schminktipps inklusive.

Zeitung

Die Campzeitung ist die erste Adresse für alle, die sich brennend für das Geschehen auf dem Camp interessieren. Ob als Fotoreporter, Kolumnist, Layouter oder Interviewer – hier kannst du verschiedene Rollen ausprobieren – fachlich unterstützt von Peter und Andreas, zwei Kennern dieses Metiers. Je nach Lust und Laune verfasst du einen Gastbeitrag, oder du bleibst die ganze Woche dabei. Das bleibt ganz deiner persönlichen Entscheidung überlassen.

Gesang

Im Gesangsworkshop geht es um die Stimme und was man damit anstellen kann. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Denkbar sind Bühnen-Auftritte mit Gitarre oder mit Playback im Hintergrund, Klassiker neu interpretiert mit selbstgedichteten Texten oder eine individuelle Performance deines Lieblingssongs.

Info-Veranstaltungen

Das Schwule Sommercamp bietet Informationsveranstaltungen und Diskussionen zu verschiedensten Themen

Neben praktischen Aspekten schwulen Lebens - wie Gesundheit / Coming Out / Safer Sex / SM / Älter werden - auch gesellschaftliche Phänomene abdecken: z.B. Situation von Schwulen in anderen Ländern, Homophobie, Flucht. Dazu gibt es Input von der Gewerkschaft z.B. zum Thema Arbeitsrecht oder Allgemeines Gleichstellungsgesetz. Abgerundet wird das Programm durch Besuche, z.B. von Politikern, Autoren oder Künstlern, die aus erster Hand von ihren Themen berichten.

Abendveranstaltungen

Das Angebot auf dem Schwulen Sommercamp ist auch am Abend sehr umfangreich: Gala-Abende, Lesungen, die Nacht der Talente und natürlich der glamouröse Abschlussabend bieten Unterhaltung, Spaß und Möglichkeiten, sich auszuprobieren.

Aufstrebende Talente haben die Möglichkeit, vor einem kritischen aber herzlichen Publikum ihr Können zur Schau zu stellen und professionelle Bühnenerfahrung zu sammeln. Von Drag über Gesang und Tanz bis hin zu Artistik, Gedichten oder selbstgeschriebenen Songs und Performances mit der Gitarre – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Das Angebot ist abwechslungsreich und vielfältig und bietet ein Niveau, das so manches Fernsehprogramm blass aussehen lässt.

Viele Teilnehmer bereiten ihre Auftritte selbst vor – es gibt aber auch genug Möglichkeiten, sich mit anderen zusammen zu tun und z.B. im Musical-Workshop einen Auftritt gemeinsam einzustudieren.

Ein typischer Camp-Ablauf

Der hier vorgestellte Ablauf soll eine grobe Orientierung bieten, was zu welcher Zeit auf dem Camp passiert.

Montag – Anreisetag und Eröffnung

Die Anreise findet traditionell montags ab 16 Uhr statt.

Schon kurz nachdem die Anmeldeformalitäten erledigt sind, erhältst du einen ersten Eindruck von der offenen Atmosphäre auf dem Schwulen Sommercamp. Alt- und Neuteilnehmer kommen innerhalb weniger Minuten automatisch ins Gespräch und man lernt ganz nebenbei ein paar neue Leute kennen.

Auf einem ersten kurzen Rundgang über den Platz kannst du dir einen Überblick über das Gelände verschaffen. Nach dem Abendessen wird feierlich die Regenbogenfahne gehisst. Danach gibt es einen weiteren, ausführlichen Rundgang, in dem auch die Workshops im Einzelnen vorgestellt werden.

Beim Eröffnungsabend lernen sich die Camp-Teilnehmer spielerisch noch etwas genauer kennen. Außerdem werden das Team und die Camp-Regeln vorgestellt. Den ersten Tag kannst du zusammen mit den anderen Teilnehmern entspannt auf der Terrasse des Cafézeltes, im Lounge-Zelt oder am Lagerfeuer ausklingen lassen.

Dienstag – Positionierung und Workshops

Lerne die anderen Teilnehmer und die Workshops kennen.

Frühstück gibt es um 8:30 Uhr. Nach dem Frühstück finden sich die Teilnehmer um 10:00 Uhr auf dem Fußballfeld ein um sich zu verschiedenen Fragen zu positionieren. Im Anschluss starten die kreativen Workshops, bei denen du ganz nach Belieben reinschauen kannst.

Mittagessen gibt es um 12:30 Uhr.

Am Nachmittag finden oft Info-Veranstaltungen statt, z.B. der Kaffeeklatsch zu einem aktuellen Thema. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, an den Strand zu gehen oder sich sportlich zu betätigen.

Abendessen gibt es um 18:00 Uhr. Im Anschluss findet meist eine Abendveranstaltung statt.

Mittwoch – Infos und Workshops

Information, Workshops und Veranstaltungen stehen auf den Plan. Suche dir einfach die Dinge aus, auf die du Lust hast.

Wie die vorherigen Tage: Frühstück um 8:30 Uhr, Workshops ab 10:00 Uhr, Mittagessen um 12:30, Abendessen um 18:00 Uhr.

Am Nachmittag finden oft Info-Veranstaltungen statt, z.B. der Kaffeeklatsch zu einem aktuellen Thema. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, an den Strand zu gehen oder sich sportlich zu betätigen.

Abends könnten eine Veranstaltung (z.B. eine Lesung) oder Lagerfeuer auf dem Programm stehen.

Donnerstag - Ausflugstag

Beim Ausflug kannst du zusammen mit anderen Teilnehmern ein Ziel in der Umgebung des Camps erkunden.

Auch am Ausflugstag findet das Frühstück um 8:30 Uhr statt. Das Ziel ist jedes Jahr ein anderes. Neben Konstanz, Ravensburg und Friedrichshafen stand auch schon Bregenz oder der Rheinfall auf dem Plan. Je nach Reiseziel reist die Gruppe per Bus, Bahn und/oder mit dem Boot auf dem Bodensee. Schöner Nebeneffekt des Letzteren: Das Camp wird nach außen hin sichtbar und sorgt zuweilen für erstaunte bei Urlaubern und Einheimischen. Mittagessen gibt es am Donnerstag auf dem Platz keines, aber dafür ein Lunchpaket.

Nach der Rückkehr aufs Camp wird gegrillt und evtl. wird auch noch das Lagerfeuer angemacht.

Freitag - Der Tag der Verwandlung

Für manche das Highlight des ganzen Camps. In jedem Fall ein Spektakel!

Auf dem Camp kann sich grundsätzlich jeder zu jeder Zeit verkleiden und einmal in eine andere Rolle schlüpfen. Ein schöner Anlass dazu ist der Tag der Verwandlung. Neben den üblichen Workshops und sonstigen Veranstaltungen findet am Freitag traditionell der „Tuntensturm“ statt. Eine Gruppe verkleideter Jungs (Transen, Lederkerle, Soldaten, Polizisten, Indianer usw.) stattet einem nahe gelegenen Einkaufszentrum oder Baumarkt einen Besuch ab. Es soll schon Schuhläden geben, die dafür extra Sekt kalt stellen... Abends können bei der Nacht der Talente alle, die dazu Lust haben, sich auf der Bühne präsentieren.

Samstag - Abschlussabend

Das Camp geht so langsam dem Ende entgegen und die Teilnehmer fiebern auf das große Highlight – den Abschlussabend. Stimmungsvoll wird lassen wir hier noch einmal das Camp zusammen Revue passieren und freuen uns über gelungene Auftritte und die Präsentationen der verschiedenen Workshops.

Sonntag - Abreise

Nach einer Woche heißt es Abschied nehmen vom Schwulen Sommercamp und von den vielen anderen Teilnehmern, die wir im Lauf der Woche kennen (und vielleicht auch lieben) gelernt haben.

Zunächst einmal wird aber noch gemeinsam das Camp aufgeräumt. Mit dem Einzug der Regenbogenfahne endet das Camp offiziell gegen 13:30 Uhr. Danach kann jeder nach belieben noch den Nachmittag auf dem Platz oder am Strand verweilen, bevor er sich dann auf den Weg zurück macht. Im Gepäck jede Menge Eindrücke und Erinnerungen von einer ganz besonderen Woche.

Das Camp lebt vom Mitmachen!

Jeder Teilnehmer kann sich mit seinen Talenten und seiner Kreativität ins Campgeschehen einbringen. Sei es in den Workshops, sei es bei den Veranstaltungen oder auch mit einem eigenen Angebot. Wer selbst einen Workshop anbieten will, kann sich mit uns im Vorfeld in Verbindung setzen. Wir schauen dann, was möglich ist. Einfach bei der Anmeldung das Kommentarfeld nutzen.

Du willst dabei sein?

Hier kannst du dich online für das Schwule Sommercamp anmelden.